The Bus of Hope ist über Jahre gewachsen — aus Begegnungen, Erinnerungen und dem Wunsch, nicht einfach wegzuschauen.
Als ich in Brasilien lebte, begegnete ich immer wieder Kindern, die auf der Strasse kleine Waren verkauften, um etwas Geld nach Hause zu bringen. Manchmal lud ich sie zum Frühstück ein. Bei einem Saft und einem Pão de Queijo sassen wir eine halbe Stunde zusammen, redeten und lachten.
Für einen kurzen Moment konnten sie ihre Sorgen vergessen. Damals verstand ich: Man muss nicht reich sein, um einem Kind einen schöneren Tag zu schenken. Oft reichen Zeit, Aufmerksamkeit und ein paar ehrliche, ermutigende Worte.
Zurück in der Schweiz liess mich dieser Gedanke nie ganz los. Ich bewahrte die Kleider und Schuhe meiner Kinder auf, weil ich wusste, dass sie eines Tages anderen Kindern helfen sollten. Daraus wurde langsam eine konkrete Idee: Ich wollte die Spenden nicht einfach verschicken, sondern selbst zu einer Schule nach Guinea-Bissau bringen.
Aus dieser Idee wurde mehr: Wenn ich selbst nach Guinea-Bissau fahre, warum nicht in einem Schulbus, der danach dortbleibt und Kinder aus weiter entfernten Orten sicher zur Schule bringen kann?
Der Weg zu Bruno begann dabei ganz anders. Für meine Leidenschaft — Fallschirmspringen und Wingsuit-Fliegen — bin ich oft zwischen verschiedenen Dropzones unterwegs. Auf Brunos Facebook-Seite entdeckte ich einen Camper, den ich mir ansah und schliesslich kaufte.
Bei diesem ersten Treffen lernte ich auch Ornella und ihren unglaublich lieben Hund Sky kennen. Ich erzählte ihnen von meinem humanitären Projekt und davon, dass ich dafür noch ein passendes Fahrzeug suchte. Bruno zeigte mir daraufhin den Bus, der heute das Herzstück von The Bus of Hope ist. Bruno und Ornella schenkten ihn dem Projekt. Sie gaben uns nicht nur ein Fahrzeug — sie gaben dieser Idee Räder.
„Hoffnung beginnt dort, wo wir uns Zeit füreinander nehmen.“
— Alexandre Santos